Die LMBV – das Unternehmen, das für die Rekultivierung ehemaliger Bergbaugebiete in Ostdeutschland verantwortlich ist – zieht eine Bilanz weiterer intensiver Monate, in denen sich die Landschaft der Lausitz und der Region Görlitz grundlegend verändert. Dort, wo über Jahrzehnte Tagebaue das Bild prägten, entstehen heute Seen, Erholungsgebiete und neue Räume für Einwohner und Gäste.
„Unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, ehemalige Bergbauflächen zu sichern, sondern vor allem darin, Orte zu schaffen, die den Menschen über Generationen hinweg dienen werden“, betont die Geschäftsführung der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH).
61 Millionen Kubikmeter Wasser für neue Seen
Im Jahr 2025 leitete die LMBV rund 61 Millionen Kubikmeter Wasser in die Tagebauseen der Lausitz ein – eines der größten Wasserprojekte in der Geschichte des Unternehmens. Dadurch verwandeln sich weitere Gruben schrittweise in vollwertige Gewässer, die künftig sowohl für Erholungszwecke als auch für naturnahe Nutzung vorgesehen sind.
Diese Maßnahmen tragen zugleich zur hydrologischen Stabilität im Raum Görlitz bei. Die LMBV überwacht und reguliert dort kontinuierlich die Wasserstände, um bebaute Gebiete und Infrastruktur zu schützen.
Görlitz und Umgebung: Sicherheit, Rekultivierung und touristische Entwicklung
Auch wenn die größten Tagebauseen im Zentrum der Lausitz entstehen, profitiert die Region Görlitz seit Jahren von den Investitionen der LMBV. Das Unternehmen führt hier unter anderem folgende Maßnahmen durch:
- Sicherung von Böschungen und Untergründen ehemaliger Tagebaue,
- Stabilisierung des Grundwasserhaushalts,
- Rekultivierung von Grün- und Waldflächen,
- Vorbereitung von Flächen für neue Freizeit- und Naturnutzungen.
Diese Arbeiten sind weniger spektakulär als die Entstehung großer Seen, aber entscheidend für die Sicherheit der Bevölkerung und die Entwicklung der umliegenden Gemeinden.
Berzdorfer See – vom Tagebau zu einem der schönsten Seen der Region
Ein herausragendes Beispiel erfolgreicher Rekultivierung in der Nähe von Görlitz ist der Berzdorfer See. Der ehemalige Tagebau wurde in ein über 900 Hektar großes Gewässer umgewandelt, das heute zu den wichtigsten touristischen Attraktionen der Region zählt.
Dank langjähriger Investitionen der LMBV und lokaler Partner entstanden hier:
- Strände und Badebereiche,
- Rad- und Wanderwege,
- Segelinfrastruktur und eine Marina,
- Erholungszonen und Aussichtspunkte.
Der Berzdorfer See ist zu einem Symbol dafür geworden, wie ehemalige Bergbauflächen neues Leben erhalten und Impulse für die regionale Wirtschaft setzen können.
Neue Projekte und Modernisierungen
Die LMBV setzt ihre Arbeiten auch in anderen Teilen der Region fort. Für das Jahr 2026 sind unter anderem die Modernisierung der Absetzbeckenanlage in Lengenfeld sowie weitere Maßnahmen zur Sicherung ehemaliger Bergbauflächen geplant. Das Unternehmen betont, dass Rekultivierung ein langfristiger Prozess ist, der eine enge Zusammenarbeit mit Kommunen und Einwohnern erfordert.
Eine Landschaft, die die Zukunft verändert
Durch die langjährigen Investitionen der LMBV entsteht in der Lausitz und im Raum Görlitz eine neue Landschaft – sicher, grün und lebensfreundlich. Seen, Erholungsgebiete und wiederhergestellte Naturflächen bilden das Fundament einer neuen regionalen Identität, die noch vor wenigen Jahren stark vom Bergbau geprägt war.
ViaRegia.Trade (CP), Foto: Archiv Waldemar Roszczuk
