Polen, Deutschland und Frankreich haben eine engere Zusammenarbeit im Eisenbahnverkehr beschlossen, um direkte Zugverbindungen zwischen Warschau, Berlin und Paris zu entwickeln. Die entsprechende Vereinbarung wurde beim Treffen der Verkehrsminister im Rahmen des Weimarer Dreiecks unterzeichnet.
Die drei Staaten kündigen an, den grenzüberschreitenden Fernverkehr – einschließlich des Hochgeschwindigkeitsverkehrs – auszubauen, damit Reisen zwischen den Hauptstädten schneller, komfortabler und attraktiver werden. Die geplanten Maßnahmen sollen eine wettbewerbsfähige Alternative zum Straßen- und Luftverkehr schaffen und zugleich zur wirtschaftlichen und klimabezogenen Kohärenz der europäischen Verkehrspolitik beitragen.
Der polnische Infrastrukturminister Dariusz Klimczak erklärte, dass die Zusammenarbeit auch Fragen der Infrastrukturfinanzierung sowie eine verbesserte Fahrplankoordinierung zwischen den nationalen Bahnbetreibern umfassen werde. Das Projekt soll schrittweise umgesetzt werden, unter Nutzung bestehender Strecken und geplanter Investitionen in Hochgeschwindigkeitsverbindungen.
Die Vereinbarung ist Teil der erneuerten Zusammenarbeit im Weimarer Dreieck und soll die Widerstandsfähigkeit des europäischen Verkehrssystems stärken, einschließlich der militärischen Mobilität an der östlichen NATO‑Flanke. Gleichzeitig betonen die Regierungen, dass die Bedürfnisse der Fahrgäste im Mittelpunkt stehen: einfachere Verbindungen, weniger Umstiege und verlässlichere Reisezeiten.
Ein konkreter Zeitplan für die Einführung der neuen Verbindungen sowie die endgültige Ausgestaltung des Angebots sollen nach Abschluss technischer Analysen und Abstimmungen zwischen den Infrastrukturbetreibern und Eisenbahnunternehmen der drei Länder vorgelegt werden.
Viaregia.Trade, fot. Waldemar Roszczuk
